Buchtipp

Die Zeit der langen Abende naht und unter einem Baum oder in einem Café in der Stadt zu sitzen und zu lesen ist eine sehr angenhme Vorstellung.
Wer gern mal etwas Fiktion liest, die nicht nur Fiktion ist, sondern von einem bestehenden Ist ausgeht und dies weiterdenkt, der ist mit dem Titel” Die 33 Hochzeit der Donia Nour” gut bedient.

Ägypten im Jahr 2048: Religiöse Fanatiker regieren ein gehirngewaschenes Volk. Im totalitären Honigland der Islamisten besteht Gebetszwang; Kameras in der Wohnung überwachen die Verbeugungen, melden sie dem “Erlösungsministerium”. Wer über Plan betet, erhält einen Paradies-Gutschein. Bei Nachlässigkeit droht die Behörde. Grundsatz all der von oben verordneten Seligkeit: “Jeder Ägypter hat ein Recht darauf, in den Himmel zu kommen. Es ist Pflicht der Regierung, die Erfüllung dieses Rechts sicherzustellen.”

Nun gut, die Herrschaft der Muslimbrüder ist seit einem halben Jahr vorüber. Das Szenario stammt aus einem Roman, Islamisten-Science-Fiction. Frauen tragen in diesem Zukunftsstaat am Nil ein gebetsförderndes Kopftuch mit Dolce und Gabbana-Logo, Männer laufen in “heiligen Pantoffeln”, die bei jedem Tritt “Allah, Allah”!” krächzen, der Roboterstaubsauger zitiert schnaubend den Koran. Christen haben nichts zu melden. Auf den Straßen sieht die Romanheldin Donia Nour knallgrüne Autos mit der Aufschrift “MusliClean”. …. Quelle: Süddeeutsche Zeitung.

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