Fahrrad vor Ort oder im Netz kaufen

Ja, irgendwann ist denn mal das Fahrrad soweit aufgefahren, dass (der Händler vor Ort) eine Rechnung für die nötigen Reparaturen präsentiert, die dem Restwert nicht mehr angemessen ist. Daraufhin habe ich mich dann mal schlau gemacht, welches Rad am optimalsten als Nachfolger in Frage käme und natürlich was es wo kostet.

Im Netz fand in einen Händler mit Ladengeschäft und erfragte bei ihm den Preis. Dies tat ich dann auch bei unserem Händler vor Ort. Die Differenz fand ich beeindruckend, so das ich die Frage “Wo kaufen, lokal oder im Netz?” einfach mal im Freundeskreis stellte.
Hier nun die Antworten auf die zwanzig mal gestellte Frage.

8 hatten keine Meinung, oder keine Zeit gehabt diese zu äußern.

Die restlichen 12 sagen in der Mehrzahl (6) lokal kaufen und damit den Händler unterstützen. Es gibt aber natürlich die “sowohl als auch” Einstellung. Natürlich gibt es auch die Meinung, das man es im Netz bei dem anderen Händler kaufen sollte. 4 waren dieser Meinung.

Das ist eigentlich ein deutliches Votum für den Kauf bei dem Händler vor Ort. Nur die, die die andere Lösung propagierten taten dies mit dem Argument, dass man ja auch selber schrauben könne und sich den Service des Händler dazu nicht einkaufen müsse.
Dieser Meinung würde ich mich anschließen. Soweit kann ich auch mit Werkzeug umgehen, dass ich selber nachstellen und ggf. reparieren kann. Die Preisdifferenz (konkret 170€) würde, wenn ich das im Netz gekaufte Rad zum nachjustieren vor Ort bringe, vermutlich nicht aufgebraucht werden.
Wenn doch, empfände ich die Rechnung dafür als zu hoch.

Das Argument, der Händler im Netz würde seine Mitarbeiter nicht fair bezahlen, kann ich nicht widerlegen – aber auch für den Händler vor Ort nicht positiv bestätigen.

Dem eindeutigen Votum für einen Kauf beim lokalen Händler kann dadurch begegnen, dass ich bei einem anderen Händler (sein Ladengeschäft ist runde 200 Kilometer entfernt) kaufe und mir den ggf. erforderlichen Service vor Ort dazu erwerbe bzw. diesen selber leiste.
Dies nicht mit einem vollkommen ruhigen Gewissen aber in dem Bewußtsein, dass ich auch als ökonomische Einheit handeln muss und die Differenz zwischen lokal und fern keine kleine ist. War nicht (ist) “selber machen” eine durchaus erstrebenswerte und alternativ geachtete Bewegung?

Eine ebenfalls vertretene Meinung war die, es bei ebay zu erwerben. Das finde ich durchaus schlüssig und nachhaltig, führt man so doch Gebrauchtes einer, zumindest Zweitverwertung zu. Benachteiligt man darüber den lokalen Händler? Dann muss man diese Frage aber auch erweitern um den fernen Händler, denn auch ihm entgeht in dem Fall ein Geschäft.

Ja, ich merke schon, wie das Pendel doch in Richtung “kaufe mit der ENTER-Taste” ausschlägt, vermittelt letztendlich über die Differenz und die nicht vorhandene Bereitschaft des Händlers mir preislich entgegen zu kommen.
Trotzdem werde ich ihn Zukunft weiter der Idee folgen, den Preis eines Artikels im Netz zu ermitteln und lokal zu erfragen, zu welchem Preis es mir der lokale Händler besorgen kann.
Für seine Leistung bin ich durchaus bereit zu bezahlen, will aber meine Leistung auch berücksichtigt sehen.

 

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